Immer mehr Männer helfen ihrer Schönheit nach

Die Zahl der ästhetisch-chirurgischen Eingriffe bei Männern hat sich zwischen 2018 und 2024 weltweit fast verdoppelt. Noch stärker legten nichtinvasive Methoden wie Unterspritzungen zu.

Insbesondere für die jüngeren Generationen gilt heute weitgehend der Imperativ, möglichst „instagramable“ auszusehen, also in sozialen Netzwerken eine blendende Figur zu machen, im Bild wie im Video. Längst hat der Trend auch die Ü50-Kohorte erreicht. Um die optisch beste Version seiner selbst zu werden, trainiert man im Gym, achtet auf seine Ernährung und lässt hin und wieder kleinere und größere Korrekturen am eigenen Aussehen vornehmen. Diese sind heutzutage schließlich nicht nur gut erforscht und erschwinglich, sondern auch sozial akzeptiert. 

Nachdem jahrzehntelang vor allem Frauen kosmetische Eingriffe vornehmen ließen, holen die Männer nun auf: Wie auf dem Internationalen Kongress für Ästhetische Chirurgie in Paris berichtet wurde, ist die Zahl der weltweit an Männern durchgeführten ästhetisch-chirurgischen Eingriffe zwischen 2018 und 2024 um 95 Prozent gestiegen. Nichtinvasive Methoden, von Unterspritzungen bis zu Laserbehandlungen, legten sogar um 116 Prozent zu. Bei Frauen betrugen die Wachstumsraten über denselben Zeitraum 59 und 55 Prozent. 

Augenlidkorrektur am stärksten nachgefragt

Unter den chirurgischen Eingriffen wählten die Männer zuletzt am häufigsten die Augenlidkorrektur, gefolgt von der Brustverkleinerung und der Narbenentfernung. Auch Fettabsaugungen und Nasenkorrekturen sind bei Männern sehr beliebt. Immer gefragter werden zudem Haartransplantationen. Bei den nichtinvasiven Verfahren dominieren Botox-Injektionen, Hyaluron-Faltenunterspritzungen und Haarentfernungen.

In der ParkPraxis in Berlin-Friedrichshain werden unter anderem plastisch-ästhetische Eingriffe wie Blepharoplastik („Schlupflider“-Beseitigung), Face-Lift oder Liposuktion (Fettabsaugung) vorgenommen. Der dort tätige Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurg Dr. Igor Stojanovski kann den weltweiten Trend auch aus seiner langjährigen Erfahrung bestätigen: „Der Männeranteil unter unseren Patienten steigt kontinuierlich – es gibt eine wachsende Bewusstheit unter Männern für das eigene Aussehen.“